Die as-a-Service-Ökonomie ist längst da. Diese Mitarbeiter und Lösungen brauchen Sie jetzt.
Die Demokratisierung der IT befähigt Fachabteilungen, Cloud-Dienste und -Anwendungen selbstständig zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zu nutzen. Das ist keine neue Entwicklung, schon 2015 wiesen Studien auf den wachsenden Bedarf an „proaktiver Intelligenz“ in der „As-a-Service-Ökonomie“ hin: Mitarbeiter müssen mit Daten, die aus verschiedensten Systemen kommen, produktiv arbeiten können. Das einfache Abhaken von Vorgängen ist längst nicht mehr gefragt. Vielmehr geht es darum, Daten zu interpretieren und neue Ideen zu entwickeln – ob in Produktion, Marketing oder Vertrieb. Allerdings haben längst nicht alle Unternehmen die vergangenen Jahre genutzt, um sich auf diese Entwicklung einzustellen. Wie ist es bei Ihnen? Bemerken Sie schon etwas?
Vereinfachung als Schlüssel zum Erfolg: Über dieses Thema sprachen wir bereits 2015 intensiv mit unseren Kunden, Anlass war unter anderem die seinerzeit erschienene Studie der Management- und Technologieberater von Accenture und Hfs. Bereits der Titel war eine klare Warnung: „Beware of the Smoke, Your Platform is Burning“. Zwei Drittel der Unternehmen, so die Studienmacher, seien nicht vorbereitet auf eine As-a-Service Economy.
Unseren Kunden gaben wir damals eine klare Ansage mit: Keep it simple. Wertschöpfung, so die Studie, erfolge künftig über bedarfsorientierte, hoch skalierbare Plug-and-Play-Dienste, die sich auf die Geschäftsergebnisse auswirken. Die Folge sei ein absoluter Zwang zur Vereinfachung. Positiv ausgedrückt: Komplexität, unzureichende Prozesse und manuelle Eingriffe werden zugunsten einer intelligenteren Arbeitsweise durch vereinfachte, aber intelligente, digitale Abläufe eliminiert.
Das Ergebnis ist umso fataler, als die Investitionen in Cloud-Technologien mit im Schnitt 39% stetig wachsen, und auf denkbare schlecht vorbereitete Entscheider treffen, die von sich behaupten, in 70% ihrer Zeit Entscheidungen unter hohem Zeitdruck und mit fehlerhaften Informationen zu treffen, wie die norwegischen Datenspezialisten von Ardoq eine Studie von McKinsey zitieren.
Kritisch: kaum Fortschritte bei der Digitalisierung.
Fassen wir die prekäre Lage in vielen Unternehmen zusammen: Einerseits erleben wir eine Demokratisierung der IT: Alle Bereiche eines Unternehmens und dessen Mitarbeiter können Cloud-Dienste nutzen, um selbstständig und ohne Zugriff auf wertvolle IT-Ressourcen zu agieren. Andererseits macht die deutsche Wirtschaft sogar nach eigener Einschätzung kaum Fortschritte bei der Digitalisierung. Das ergab eine Befragung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Die über 4.000 befragten Unternehmen bewerten ihren Stand mit der Schulnote 2,9 – das ist derselbe Wert wie im Vorjahr.
Dieses Ergebnis passt überhaupt nicht zur ökonomischen Entwicklung, zu der die Wirtschaftswoche eine klare Prognose abgibt: „Der Trend zu Everything as a Service, kurz XaaS, wird sich weiter verstärken. Der Grund dafür ist, dass Software Defined Products in den meisten Fällen vernetzt sind und Komponenten Internet of Things (IoT) enthalten. Die Kunden stehen so über das Produkt ständig mit dem Hersteller-Unternehmen in Verbindung. Dadurch entwickelt sich eine Serviceökonomie, in der Produkte über eine Vielzahl an Services ergänzt werden.“ Die Definition dazu liefert das Fraunhofer-Institut: Everything-as-a-Service ist „der Ansatz, alle Dienste für Infrastruktur, Hard- und Software bis hin zur Nutzung der menschlichen Intelligenz als Service zur Verfügung zu stellen und zu konsumieren. Er kennzeichnet den Kernpunkt des Cloud-Computing.“
Im Jahr 2025 sind 75% der IT-Systeme ohne zentrale Kontrolle unter Führung der Fachbereiche – die IT hat keine Monopolstellung mehr.
Gartner Research
Entscheidern fehlt elementares Wissen zu IT-Sicherheit (50%), Cloud-Architektur (44%), Prozessautomation (29%) und KI (30%)
ESG Research, Technology spending intentions survey 2021
Wissen löst den Digitalisierungs-Knoten
Was braucht es neben proaktiver Intelligenz, um den Digitalisierungsknoten zu lösen? esciris stellte schon 2016 neben der Qualifikation von Mitarbeitern weitere Bedingungen vor: einen Ansatz des Design Thinking, bei dem Team, Raum und Prozess in alle Überlegungen einbezogen werden. Dazu das Abschreiben der alten IT-Systeme, um plattformbasierte Services an den Start zu bringen. Und das Schließen der Wissenslücken im Management, die dazu führen, dass die falschen Dienstleister ausgewählt und Projekte in den Sand gesetzt werden.
„Was Unternehmen grundsätzlich benötigen, ist Zeit, Erfahrung und ein kultureller Schwenk, bei dem IT-Wissen in allen Fachabteilungen etabliert wird. Das Inseldasein der IT muss beendet werden“, sagt Fabian Steiger. Der Geschäftsführer von ecceene hat mit seinem Team in den vergangenen Jahren eine Lösung entwickelt, die hier umfassend unterstützt und gerade für den Einsatz mit begrenzten Ressourcen prädestiniert ist: mit der Beratung und Erstellung tragfähiger fachlicher und technischer Konzepte, mit einem im D-A-CH-Raum einmaligen Trainingsprogramm für Führungskräfte und mit einem cloud-native Framework für schnelles Prototyping, aus dem finale Anwendungen entstehen.
„Stellen Sie sich die folgenden Fragen“, empfiehlt Fabian Steiger:
- Dürfen Mitarbeiter selbst potenziell interessante Software-Lösungen und Dienste in der Cloud evaluieren? Wenn ja, kennen sie die Kriterien, nach denen bei Ihnen im Haus ausgewählt wird?
- Was passiert ganz konkret, wenn Mitarbeiter aus dem Fachbereich mit einer digitalen Idee vorstellig werden, die sie selbst evaluiert haben?
- Angenommen, Sie entwickeln im Gespräch spontan eine vielversprechende Idee für die digitale Welt: hat sie die Chance, bis zum Prototypen entwickelt zu werden oder bleibt es beim guten Vorsatz?
- Können Sie Ihre alten Bestandsysteme mit Lösungen in der Cloud verbinden oder trennen Sie in “alte” und “neue” Welt?
Sein Rat an alle, die Handlungsbedarf erkennen: „Verkürzen Sie den Forschungs- und Einarbeitungsaufwand der ersten Jahre. Fangen Sie schnellstmöglich an mit „As-a-Service“ und den dafür qualifizierten Mitarbeitern. Unsere Trainings und unsere Plattform machen den risikolosen Start möglich, ohne ein strategisches IT-Projekt zu starten.“
Hat sich bei Ihnen etwas getan?
Diese Prognose hat sich bewahrheitet, doch das Problem hat sich verschärft. Denn jetzt drängt die Zeit. Intelligente Abläufe und Arbeitsweisen, die Vorteile im Wettbewerb bringen, können nur von dafür qualifizierten Mitarbeitern umgesetzt werden – doch an der fürs Handeln unverzichtbaren proaktiven Intelligenz mangelt es nach wie vor. Das zeigt eine Forrester-Studie schon im Jahr 2020: Danach werden nur ganze 12 Prozent der Unternehmensziele von der IT unterstützt. Als Gründe nennen IT-Entscheider Arbeitsüberlastung durch Standardaufgaben und komplexe Entscheidungsprozesse über verschiedene Abteilungen, wie Forrester schon im Jahr 2020 festgestellt hat.
Die zentrale Gefahr für 54% der deutschen Unternehmen ist das Fehlen von Führungskräften mit IT Know-How.
Equinox